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Schneller. Weiter. Besser.
Den Begriff „Growth Hacking“ verbindet man meist mit Startups, aber auch etablierte Unternehmen können sich diese Taktik oder zumindest Teile davon zu eigen machen.

Der Begriff wurde 2010 erstmals von Sean Ellis verwendet und mittlerweile gibt es jährlich eine GrowthHackers Conference in San Francisco. Ziel dieser Marketing-Technik ist die Bekanntheitssteigerung und Absatzförderung. Sie entstammt der Startup-Kultur, die mit Kreativität, analytischem Denken und Social Media in den Markt drängen, denn eines eint sie: kein oder nur ein kleines Budget für Werbemaßnahmen. Daher findet Growth Hacking auch vorrangig im Online-Marketing statt, denn kreative, virale Inhalte haben die Chance, sich wie ein Lauffeuer zu verbreiten. Wichtig ist, dass eine ganz bestimmte und möglichst große Zielgruppe angesprochen wird. Durch das Weiterempfehlen des Produkts innerhalb dieser Gruppe entwickelt sich idealerweise eine so große Begeisterung dafür, dass sich das Produkt quasi selbst vermarktet.

Growth Hacking lässt sich in fünf verschiedene Phasen einteilen:

1. Akquisition: Generierung von möglichst vielen Website-Besuchern
2. Aktivierung des Nutzers: Conversion des Besuchers über eine positive Erfahrung in einen Lead, zum Beispiel über eine Registrierung
3. Bindung des aktiven Nutzers an das Unternehmen
4. Monetarisierung/Umsatz
5. Weiterempfehlung des Produkts durch aktive User

Um das zu erreichen, sind verschiedene Maßnahmen möglich. Die für uns wichtigsten haben wir kurz zusammengestellt:

Content- und Empfehlungsmarketing:
Im World Wide Web sind der Verbreitung von Inhalten kaum Grenzen gesetzt. Die Inhalte müssen „nur“ relevant sein. Durch das Teilen lassen sich je nach Medium unterschiedliche Zielgruppen erreichen. Bei der Distribution muss man nicht nur auf die „klassischen“ Social-Media-Kanäle wie z. B. Facebook, LinkedIn oder Instagram setzen. Auch Blogeinträge, Gastartikel in anderen Blogs, Netzwerke oder Foren, Erklärvideos oder Webinare eignen sich hervorragend. Die eigene Follower-Anzahl ist noch zu gering? Nutzen Sie die Bekanntheit von Influencern. Mit dem Erkennen von aktuellen Trends und Themen springen Sie auf den bereits fahrenden Zug auf und Nutzen diese Popularität für eigene Zwecke. Mit E-Mail-Marketing oder Incentive-Programmen lassen sich bereits bestehende User halten und ausbauen.

Pressearbeit:
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit der Presse in Kontakt zu treten. Der direkte und persönliche Kontakt zu Redakteuren birgt ein hohes Potenzial und ist der ideale Multiplikator. Bei Pressemeldungen oder Fachbeiträgen steht der Leser im Mittelpunkt und mit einer aktuellen und guten Story weckt man die Aufmerksamkeit.

Suchmaschinenmarketing:
Je besser die Website über die Google-Suche gefunden wird, desto besser sind die Besucherzahlen. Mit On-Page-Optimierungen (SEO) lässt sich das Ranking einer Website oder Landingpage kostenfrei verbessern. Über AdWords (SEA) oder Bannerschaltungen auf reichweitenstarken Webseiten anderer Unternehmen lässt sich das weiter steigern.

Product-Fit:
Im letzten Monat sind wir auf den Begriff „Customer Centrification“ eingegangen. Der ideale Fit von Produkt auf Kunde findet auch im Growth Hacking Anwendung. Je passender die Lösung ist, desto höher ist die Chance, entsprechende Umsätze zu erzielen.

Wow-Effekt, Kreativität und Trigger:
So schön das Internet und die Sozialen Medien auch sind, ohne ein Highlight, das einem ins Auge springt, geht man in der Masse unter. Man muss also nicht nur dafür sorgen, dass das Produkt, sondern auch der Hack für hohe Aufmerksamkeit sorgt und einen Kunden handeln lässt.

Messen, dokumentieren, auswerten:
Wie bei allen Maßnahmen gibt es auch beim Growth Hacking keinen garantierten Erfolg. Growth Hacking ist ein Prozess, aus dem man lernen muss. Mit intensiven Vorarbeiten, kritischen Betrachtungen, eigenen Erfahrungswerten und Tests kann man das Risiko von Fehlschlägen minimieren. Dabei sind das Messen, die Dokumentation und Auswertung der Maßnahmen extrem wichtig. Nur so lassen sich erfolgreiche Konzepte aber auch Fehler nachvollziehen.